Geschwindigkeit trifft auf Präzision

23.06.2017

Der Autor möchte ehrlich sein. Der Titel dieses Textes wurde ihm vom Captain persönlich diktiert und passt wohl eher zu einer Werbung für Gillette-Rasierer als zu diesen Zeilen bzw. Tuggen 2. Der Captain wollte in der Überschrift das Trugbild aufrechterhalten, Tuggen 2 hätte bei der Doppelrunde vom Wochenende gegen Jona und Stansstad mit spielerischer Finesse und taktischen Kniffs überzeugt. Doch nach der Konsultation des Journalistenkodex musste sich der Autor eingestehen, dass wohl nicht einmal das Wohlergehen der eigenen Fans eine solche Heuchelei rechtfertigt. Deshalb heisst es jetzt für Team-2-Anhänger stark sein, denn die kommenden Ausführungen könnten das Bild eurer rollenden Helden erschüttern. Achtung: Die ungeschminkte Wahrheit ist hässlich wie ein Furz im Fahrstuhl oder seine fünf schweineteuren Justin Bieber-Tickets auf dem Schwarzmarkt nicht los zu werden (Für die Fans mit Herz- Atem- oder Scheissproblemen sowie Kinder unter 10 Jahren wird alternativ zu diesem Text eine Folge der Teletubbies empfohlen, was auch ähnlich gehaltvoll sein dürfte...)

 

«Die Enthüllung» wäre wohl die korrekte Überschrift, für das, was jetzt kommt. Dem Autor ist nämlich nach den letzten beiden Spielen dermassen die Realität vor den Kopf geknallt, dass er danach grössere Kopfschmerzen hatte als nach der letzten Aufstiegsfeier. «Welcome to the NLB» hiess es diese Saison, und dort wurden die Tuggner leider nicht so herzlich empfangen wie die Flüchtlinge am Münchner Bahnhof. Und leider mussten die Wundertüten auch schnell merken, dass ihr viel gerühmter «unkonventioneller Spielstil» eine Liga höher eher als «planloses Rumgeholper» gewertet werden kann. Und auch der mitreissende Teamspirit zeigt sich höchstens noch in der Kabine beim gemeinsamen Schiri-Bashing.

 

Der Autor möchte an dieser Stelle eigentlich auch noch nicht das Saisonfazit ziehen. Doch nach dem letzten Wochenende ist bereits klar, die Abstiegssörgeli werden die Tuggner bis zum letzten Spieltag und wenns dumm läuft auch noch darüberhinaus begleiten. Damit ist das Anfang Saison gesteckte Minimalziel: Meister in der NLB, Aufstieg in die NLA und die eigene 1. Mannschaft in die Zweitklassigkeit verbannen, leider nicht erreicht worden. Aber ich will nicht so klingen wie das eine Lied auf der CD eurer Lieblingsband, das wegen des gefühlsduseligen Textes die Partystimmung verdirbt und deshalb immer sofort übersprungen wird. Also Schluss mit den nach Mitleid haschenden und vor Selbstkritik strotzenden Zeilen. Wie hat schon Queen gesungen: «The Show Must Go On» (die haben übrigens auch «We Are The Champions» gesungen, mehr dazu vielleicht ein anderes mal wieder).

 

Nun denn, zunächst mal für die jüngeren Leser: Eine CD ist dieses flache, glänzende runde Dings, das man beispielsweise im Auto in den länglichen Schlitz im Armaturenbrett einführen kann, vielleicht habt ihr das bei euren Urgrosseltern schonmal gesehen. Diese Dinger kaufte man in einem echten Geschäft und sie waren mal wirklich angesagt, bevor man Musik einfach vom Internet aufs Handy saugen konnte. Und Queen ist nicht nur der englische Begriff für Königin, sondern auch eine britische Rockband, die noch kurz vor der Erfindung der E-Mail gegründet wurde. Mehr dazu, wie hart das Leben vor Mail und Handysound war, erfahrt ihr bei nächster Gelegenheit. Dann auch einige Ausführungen zum grossen Bruder des «Walkman», dem «Discman» – der hippe Begleiter der Generation Baywatch. Was das wohl wieder für Oldschool-Shit ist? Man darf gespannt sein!

 

Nun folgt das Spielgeschehen, angefangen am Samstag, als Tuggen 2 gegen Jona die wohl bitterere der beiden betrüblichen Niederlagen des Wochenendes einstecken musste. Denn das Tabellenschlusslicht wäre wohl noch am realistischsten zu schlagen gewesen. Leider kamen die Tuggner aber nicht so richtig in Fahrt. Die Gründe sind schwierig zu eruieren. Zum einen war es in der Halle wieder so heiss, dass dagegen selbst eine Runde Tischgrill samt Racletteöfeli auf höchster Brutzelstufe eine Abkühlung gewesen wären. Ausserdem wollen einige Spieler die Anweisung von Coach Regli seid «mehr kreativ!» mit «mehr Kreatin!» verwechselt haben. Da aber nur Urban Züger die Einnahme korrekt beherrschte und der Rest des Teams das machte, was sie normalerweise mit geruchlosem, weissem Pulver tun, resultierte Leider kein Effekt ausser dem einmaligen Umsatzsprung von Nastüechli im Matchbeizli. Viel Mühe gegen Jona bekundete ausserdem Jan Kessler. Der Tuggner Strafenbabo (Der Begriff Babo (bosnisch und zazaisch für Vater) bedeutet in der deutschen Jugendsprache so viel wie Boss, Anführer oder Chef) hatte Zitat: «Kei Ahnig wieni gege die söll spiele man!!! Die spielet voll komisch!!!» Es ging allerdings nicht nur ihm so. Kurz gesagt: Nach einer zwischenzeitlichen 2:3-Führung noch 5:3 verloren, wobei der letzte Treffer ins leere Tor ging. Belassen wir es bei dieser kurzen und schmerzvollen Zusammenfassung.

 

Der letzte Absatz enthält übrigens mehr Plagiate als die Dissertation von Karl-Theodor zu Guttenberg oder die Texte von Scooter. Danke an dieser Stelle Loris für dein Kreatin bzw. kreativen Ergüsse...

 

Also jetzt noch Stansstad... Ich hoffe zum Lesen kotzt es nicht so dermassen an wie zum Schreiben. Ich halte mich nochmals kurz: Nach einer fahrt in des Autors kleinen VW-Polo mit vier Personen und drei Stinketaschen nach Sursee bekam man 6:2 auf die Nüsse. Vielleicht das erwähnenswerteste: Torhüter Sven Rüegg hatte nach einem 3:0-Rückstand nach 11 Minuten die Nase voll und tauschte seinen Platz mit Rico Blöchlinger. Die Spieler, die auch gerne ihren Platz getauscht hätten, mussten leider bis zum Ende mittun. Schliesslich fuhren vier Miesepeter und drei noch stinkendere Stinketaschen wieder im VW-Polo nach Hause und mussten dann auch noch erfahren, dass offensichtlich in Schaffhausen ein aggressiver Biber Menschen angreift. Schlimmer konnte es nicht werden – oder doch? Ja es konnte. Denn Tuggens Rivale um einen Nichtabstiegsplatz, Sursee, punktete am gleichen Abend tatsächlich noch gegen das scheinbar übermächtige Hünenberg.

 

Vielleicht jetzt noch ein paar positive Dinge: Am Wochenende wieder dabei war der letztjährige Topscorer Vasco Pfister, der die vergangenen Spiele unter anderem wegen Zitat: «Schwule Schule» verpasste. Aber, liebe Kinder, bevor ihr jetzt zu euren Eltern rennt und behauptet, auch Topscorers würden Schule scheisse finden und argumentiert, Vasco wäre der lebende Beweis, dass man auch ohne Bildung berühmt werden kann, hier noch mein pädagogisch wertvoller Beitrag: Natürlich kann man auch ohne Bildung berühmt werden, aber nur als ulkiger Hanswurst bei «Die Auswanderer» oder psychopathischer Vollhorst bei «Aktenzeichen XY». Und das wollt ihr nicht, glaubt mir. Und Vasco macht seine Schule übrigens ganz freiwillig, damit er einmal einen anständigen Beruf wie Berufsfischer im Wägitalersee, Burgerbrater in der Krossen Krabbe oder unterbeschäftigter und überbezahlter Manager von wem und was auch immer erlernen kann und nicht – wie einer seiner Mitspieler – ein mittelloses Leben als Schreibsklave führen muss. Und Vasco hat noch ein Vorteil, er kann sich nach Kacke Hockeyresultaten mit seinen Ufzgi ablenken.

 

Also bleibt dem Autor jetzt nur noch eins zu sagen: Punktet am Wochenende gefälligst gegen Laupersdorf und/oder Wil oder macht wie Vasco was anständiges aus eurem Leben! Ihr könnt selber entscheiden, was einfacher ist... Die Vorzeichen stehen schon Mal gut, immerhin ist der Autor abwesend und damit die grösste Pylone im Tuggner Defensivverbund schonmal keine Behinderung mehr. Ausserdem dürften diese Gegner nicht mehr «voll komisch» spielen.

 

Also alles, alles Gute! Ich hoffe und zähle auf euch!!!

 

Euer Autor und für einmal Mitspieler im Herzen...

 

...der vor hat mehr Schläge an seine Mitspieler zu verteilen als die Märchler Fasnachtsgruppen Zältli während der fünften Jahreszeit, wenn er diese Saison noch gegen denn Abstieg spielen muss. Aber fühlt euch nicht unter Druck gesetzt...

Der Traum vom ersten Titel ist ausgeträumt

Der IHC Rolling Stoned Tuggen verlor im Play-off-Final sowohl das Hin- als auch das Rückspiel (2:3, 2:6) und muss den Schweizer Meistertitel dem verdienten Sieger Laupersdorf überlassen.

NLA Finale

RST FÄHRT MIT DEM CAR NACH OLTEN ANS ERSTE FINALSPIEL GEGEN DEN HC LAUPERSDORF!! MIT ZWEI BEEINDRUCKENDEN SIEGEN IN ZWEI PACKENDEN SPIELEN GEGEN DEN IHCSF LINTH HAT SICH UNSERE 1. MANNSCHAFT DEN FINALEINZUG MEHR ALS VERDIENT.

Tuggen IV – Saisonende

Auch das letzte Saisonspiel gegen March-Höfe ging klar mit 5:2 verloren, obwohl der Start mehr erhoffen liess.

Tuggens NLA-Team gewinnt auch letztes Qualispiel

Das Fanionteam der Tuggner Inlinehockeyaner beendet die Qualifikaton auf dem hervorragenden zweiten Platz, hingegen muss die NLB-Equipe des Clubs die Playouts bestreiten.

Geschwindigkeit trifft auf Präzision

Der Autor möchte ehrlich sein. Der Titel dieses Textes wurde ihm vom Captain persönlich diktiert und passt wohl eher zu einer Werbung für Gillette-Rasierer als zu diesen Zeilen bzw. Tuggen 2. Der Captain wollte in der Überschrift das Trugbild aufrechterhalten, Tuggen 2 hätte bei der Doppelrunde vom Wochenende gegen Jona und Stansstad mit spielerischer Finesse und taktischen Kniffs überzeugt.