Tuggen III - Puzzlespiel

04.04.2019

DIESER BERICHT WIRD PRÄSENTIERT VON UNSEREM GOLD-PARTNER:

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Als wichtige Information vorneweg: Es handelt sich beim Autor dieses Berichts nicht um «den Autor», welcher durch seine literarischen Ergüsse Kultstatus erreichte und bereits den Status als lebende Legende sein Eigen nennen darf. Nein, dieser Kultautor scheint sich seit seinem Wegzug in die pulsierende Metropole Zürich zu vornehm, zu hip geworden zu sein, um über Randsportarten in ländlichen Randgebieten berichten zu wollen. Verübeln kann man es ihm nicht, würden wohl die meisten jungen Männer den Fängen Zürichs mit all seinen Bars, Clubs, veganen Hipsterschuppen (dort kann der Autor ohne Sorge vor fiesen Bemerkungen seine weissen Socken tragen) und erfolgreichen Hockey- wie Fussballclubs erliegen. Ein bisschen liegt es wahrscheinlich auch an seinen zurzeit fehlenden Kapazitäten. Nichtsdestotrotz hoffe ich inständig, dass sich «der Autor» auf seine alten Werte besinnen und uns in naher Zukunft wieder mit poetischen Meisterwerken beglücken mag. Bereiten Sie sich also bitte vor, keinen so langen und auch keinen so qualitativ hochstehenden Bericht wie in den vergangenen Jahren zu lesen.

 

Doch zum Inline Hockey! Das erste Saisonspiel der neuen dritten Mannschaft ging letzte Woche denkbar knapp in der Verlängerung verloren. Der Hauptschuldige fand sich schnell. Er hört auf den Namen Marco Vogel und entstammt irgendwo den Tiefen des Glarnerlands. Bitte nicht verwechseln mit Marco Vogel von Ninja Warrior Switzerland, der hat nicht so viele Muskeln wie unserer. Der Neuling beim RST– seit einigen Jahren betont er, dass er erst seit kurzem Bestandteil des Vereins sei – schoss nur zwei anstatt der erwarteten drei Tore. Trotz dieser enttäuschenden persönlichen Bilanz Vogels – um es nächstes Mal besser zu machen, meldete er sich bereits frühzeitig für die Mittwochtrainings mit dem NLA Team, um unter Schleifer Friedli den letzten Schliff zur Stürmerperle zu erhalten – schien Tuggen nur ein Puzzleteil zum wohlverdienten Erfolg zu fehlen.

 

Damit das entsprechende Puzzleteil auch tatsächlich passt, ging Coach, Neo-Vater und Babywerfer «Bölle» Bollhalder auf Nummer sicher und packte gleich mehrere möglicherweise passende Puzzlestücke in seinen Wickelkorb ein. Eines war das Eingreifen von Captain und Scharfschütze Adrian «Büeli» Büeler in die Saison. In den kaltbrunner Katakomben erzählt man sich unzählige Legenden, wie er seine unglaubliche Schusspräzision erreichte. Nun kam mir vor dem Spiel zu Ohren, dass der Captain vor Spielbeginn jeweils für längere Zeit den Abort aufsucht. Diese Entleerung und die damit verbundene in etwa Halbierung seines Körpergewichts scheint ein wichtiger Schlüssel zu seinen akkuraten Geschossen zu sein.

 

Sollte sich der Capitano nicht als der heilbringende Part erweisen, wurde mit dem ehemaligen NLA Spieler und Jonglierer von Millionenbeträgen Gian Andro – früher auch «das Gesäss» genannt – Pfister ein Verstärkungsspieler erster Klasse geholt. Dachte man sich jedenfalls. Die Coaching Truppe liess sich von seiner NLA Vergangenheit blenden und beauftragte ihn sogleich mit Doppeleinsätzen – selber schuld. Für die Ergänzungsspieler war die Professionalität in der Kabine sehr überraschend. Speziell Sandro «NHL-Feusi» Feusi zeichnete sich durch ein überwältigendes Arsenal an Gerätschaften sowie Hilfsmittel aus. Sogar mit einer Überzugshose konnte er dienen, als sich herausstellte, dass ein Spieler sein Haus ohne Hose verlassen hatte. Nach seinem erfolgreichen Einstand letztes Wochenende wurde erneut auch Vasco «Tütentamino» Pfister als Verstärkungsspieler aufgeboten. Nach den erfolglosen Abwerbungsversuchen der Obersee Renegades macht nun auch das RST Team drei dem Lockenkopf unverhohlene Avancen.

 

Weil einige der Teufel den Weg aus der Hölle in Hinwil nicht auf Anhieb fanden und sich auf dem Weg ins St. Galler Grenzgebiet verfuhren – sie gaben an, im Stau stecken geblieben zu sein – standen die Gegner bei Spielbeginn mit nur vier Feldspielern bereit. Gut informierte Quellen berichten jedoch von taktischem Geplänkel, um das Tuggner «Vieri», wie es sich trotz Aufstieg zur dritten Mannschaft immer noch liebevoll selbst nennt, zu verwirren. Neben dem Start mit nur vier Nasen, muss man wohl auch den blonden Engel im Tor zur Verwirrungstaktik zählen. Diese ausgeklügelten und von langer Hand geplanten Schachzüge zeigten sogleich ihre Wirkung. Tuggen startete trotz der ausserordentlichen Manpower von 3 Blöcken eher verhalten in das stocktechnische Kräftemessen.

 

Es passte nicht viel zusammen im Tuggner Spiel. Die ersten Minuten waren geprägt von Fehlpässen und Stellungsfehlern. Zum Glück nahmen die Hinwiler nach sieben Minuten ein Timeout, um sich mit den unterdessen eingetroffenen Mannschaftskameraden abzusprechen. Von der überwältigenden Anzahl an Spielern (8) überfordert, wurde sogleich eine Strafe wegen zu vielen Spielern auf dem Feld gegen die «Tüfeli» ausgesprochen. Im anschliessenden Powerplay lag die Torhüterin nach einem Schuss samt Scheibe im Torraum. Das Kult-Sturmduo Büeli / Bölle liess sich diese Gelegenheit selbstverständlich nicht nehmen und stocherten in der (Ausrüstung der) Blondine herum, bis der Puck plötzlich zum 1:0 über der Linie lag.

 

Der Ausgleich kam jedoch nur zwei Minuten später. Kein Spieler der Heimmannschaft hielt sich an die herausgegebene Parole des aktiven Spiels und so kamen alle Tuggner einen Schritt zu spät, weshalb ein Hinwiler die Scheibe problemlos an Tuggens Torwart Bischof vorbeischieben konnte. Tuggen nahm dieses Ereignis zum Anlass den Druck auf das gegnerische Tor wieder zu erhöhen, was zu einigen guten, ja sogar herausragenden Chancen führte. Die beste Chance erspielte sich Vollzeit-Jurastudent Vasco Pfister. Nach einem samtweichen Pass des früheren Coaches (der sich immer noch ein bisschen als Trainer fühlt) Michael «Tati» Talenta umspielte Pfister gegnerische Verteidiger sowie die Torwartin, Torwärtin, Torwärterin?! und musste nur noch einschieben (ins Tor). Die Schlussfrau der Teufel reagierte aber blitzschnell, streckte sich am Boden liegend und wehrte den Puck auf der Linie mit dem Stock ab. Pfister versuchte noch die Stockparade als widerrechtliche Handlung darzulegen und plädierte auf Schadensersatz, doch die Schiedsrichter liessen sich nicht beirren. Auf der anderen Seite stand der Tuggner Torwart und bekannte Schürzenjäger Bischof seiner Konkurrentin in nichts nach und hielt seine Mannen mit teilweise grandiosen Paraden im Spiel. Ein Tor musste er zum 1:2 Pausenstand aber doch noch zulassen.

 

Beim Pausentee wurde in der Kabine der Hausherren auf taktisch höchstem Niveau eine neue Strategie festgelegt: «Eifach meh renne», «vo überall Schüsse woner chönd», «meh Isatz geh», «mitenand spiele», «nöd nur uf de Pögg luege». Ein taktischer Wechsel sollte diese Strategie unterstreichen – Pfister ging in die Verteidigung, dafür wechselte Pfister in den Sturm. Die zweite Hälfte begann aus Tuggner Sicht druckvoll. So dauerte es keine zwei Minuten, bis der ältere der beiden erwerbsscheuen Pfister allein auf das Tor der Hinwiler anlaufen konnte und die Scheibe irgendwie ins Tor stolperte. In der Folge war man nach wie vor das bessere Team. Weil man jedoch vorne die Tore nicht schoss, kriegte man sie hinten – ist eine alte Hockeyweisheit, falls dies jemand nicht wusste. So zeigte der Spielstand nach 40 Minuten 2:5. Im darauffolgenden Powerplay fasste sich Harrassenspezialist  Kevin Ruoss – der mit den heimatverbundenen Logos auf dem T-Shirt – ein Herz und zimmerte den Puck mit einem satten Schuss zum 3:5 in die Maschen. Leider liess Hinwil nicht lange (30 Sekunden) auf die Antwort warten und stellte den drei Tore Vorsprung wieder her.

 

«Bachelor» Bischof traf beim fünften und sechsten Gegentor nur wenig Schuld, wurde er doch Mitte der zweiten Hälfte von einem Gegenspieler niedergeschlagen. Später hörte man, dass es ein mutwilliger Versuch zur Köpfung gewesen sei – möglicherweise kannte Bischof die Freundin des Hinwiler Angreifers. Nicht mehr ansprechbar, machten wir uns starke sorgen um die Tuggner Lebensversicherung mit der schnellen Fanghand. Die Sorgen erwiesen sich glücklicherweise als unbegründet, da er nur so lange im Koma verharrte, weil alle Verflossenen an seinem inneren Auge vorbeizogen. Am Grössten war die Erleichterung bei Cyrill «Juni» Stocker, welcher schon damit rechnete, von der Spieler in die Torhüterausrüstung wechseln zu müssen – er hat noch immer Alpträume von dem Elite-Spiel gegen Laupersdorf. Powerplay war an diesem Abend Trumpf. So schoss Tuggen im dritten Powerplay das dritte Tor. Captain Büeli sah die Lücke, nahm Mass und traf selbstverständlich punktgenau das Loch. In den letzten fünf Minuten vor Spielende warf Tuggen alles nach vorne was es zu bieten hatte. Stürmer wie Verteidiger, sogar Bischof verliess kurzzeitig sein Tor, um den eigenen Spieler auszudribbeln. Leider nützte alles nichts mehr und man musste sich den Devils Hinwil geschlagen geben.

 

Die mitgebrachten Puzzleteile passten an diesem sonnigen Sonntag leider noch nicht. Doch wieder fehlte nicht soooo viel zum ersten Saisonsieg. Einige Unkonzentriertheiten zur falschen Zeit sowie eine mangelnde Chancenauswertung – Vogel muss nächsten Mittwoch nochmals ins NLA-Training – brachen dem Vieri heute das Genick. Bleibt zu hoffen, dass das passende Puzzleteil noch gefunden wird. Mögliche Kandidaten sind das an Spieltagen jeweils ins Ausland flüchtende Schwergewicht Roman «RR» Rothe, der aus Brasilien zurückkehrende Yann Tiefenbach – böse Zungen behaupten er reise so oft nach Brasilien, um dort seine Kinder zu besuchen – oder Edeltechniker und Dauerverletzter Loris Odeh Tamo Pfister. Auf jeden Fall gilt es nächstes Wochenende ernst. In der kommenden Doppelrunde sind Punkte Pflicht.

Tuggen I - Sieg im Rückspiel

Vergangen Samstag trafen die Tuggner, wie schon letzte Woche, auf Rüschlikon. Einen direkten Verfolger um einen Playoffplatz. Als Gast in Weinfelden galt es mit einem Sieg, den knappen Vorsprung in der Tabelle von drei auf sechs Punkte auszubauen.

Tuggen III - On Fire

Am späten Sonntagabend empfing man die Zürichsee Waves in der gutgefüllten Arena in Kaltbrunn – Danke an das Team II von Tuggen.

Tuggen I - Aergerliche Niederlage

Die Situation vor dem Spiel gegen Rüschlikon zeigte sich positiv. Mit zwei Siegen aus dem letzten Wochenende eroberte Tuggen Tabellenplatz vier, welcher für die Playoffs qualifiziert, zurück.

Tuggen III - Lauft bei uns Fettis

Wie der Titel bereits zu verraten lässt, wurde das Spiel vom Samstag gegen Bachs gewonnen. Dass das ganze Team in der Garderobe bereits ein bisschen das „hodeflattere“ hatte, liegt wohl daran, dass das Game mit Daniel <<Bachelor>> Bischof bestritten werden musste/durfte.

Tuggen I - Erfolgreiches Wochenende

Vergangenes Wochenende standen für den RS Tuggen gleich zwei Spiele auf dem Programm. Am Samstag traf man auf die Eagles aus Will und am Sonntag fand das Derby gegen Linth statt.