Tuggen II - Sieg und Niederlage sind sich nah

09.05.2019

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Manch einer wunderte sich, weshalb zur Doppelrunde vom 13. und 14. April bisher kein Spielbericht veröffentlicht wurde. Nun ja, nach dem Rückspiel gegen die Uster Hornets befand sich der Medienzuständige der Truppe in einer ausgeprägten Sinneskrise. Er hatte den Glauben an einen gerechten (Hockey-)Gott verloren und seine Schuhe schon beinahe an die verfallenden Wände der Inlinehalle Kaltbrunn genagelt. Glücklicherweise fand er über die Ostertage genügend Bier, Rotwein und andere Schnäpse im Gebüsch, um das Geschehene vergessen zu machen. Das Problem danach war, dass er sich nun nicht mehr an den Spielverlauf erinnern konnte.

 

Einzig geblieben ist ihm, dass der RST nach dem Grosserfolg im Hinspiel (9:2) euphorisch in die Partie startete. Zu Beginn sah es auch nach einer Wiederholung des ersten Aufeinandertreffens aus. Tuggen liess die Scheibe zirkulieren und die fleissigen Ustner Arbeitsbienchen rennen. Trotz bester Chancen stand es nach der ersten Viertelstunde bloss 0:1 für Tuggen. Pfister (der Grosse) vergab nach magistraler Vorarbeit Suters die aussichtsreichste Chance. Anstatt den Puck ins leere Tor zu schieben, entschied er sich für einen gekonnten Schuss über die Querlatte und direkt aus dem Spielfeld (aus ca. einem Meter Entfernung). Und er war nicht der Einzige Sünder. Auch der kleine Pfister, alle Zehnders – aufgrund der hohen Anzahl Zehnders im Team, kann nicht genau evaluiert werden, wie viele anwesend waren – sowie Margelisch und auch Ruoss liessen beste Möglichkeiten ungenutzt. Nach der furiosen Startviertelstunde nahm der Schrecken dann seinen Lauf. Nach 19:20 Spielzeit schossen die Spieler aus Uster, welche in der Zwischenzeit zu gefährlichen Killerhornissen mutierten, in der gleichen Sekunde zwei Tore – so steht es jedenfalls auf dem Matchblatt. Das anschliessende Timeout änderte nichts mehr am Tuggner Spiel, weshalb man mit einem 2:1 Rückstand den Gang in die Kabine antreten musste.

 

Aus Tuggner Sicht war man sich sicher, nach der Pause an die ersten 15 Minuten anknüpfen zu können. Lag man doch auch im Hinspiel zur Pause mit 1:2 zurück. Doch bereits nach 23 Sekunden beerdigte Fernsehstar Mike Müller – bekannt aus der erfolgreichen Schweizer Serie «der Bestatter» – die Träume Tuggens und erhöhte auf 1:3. Weil die Mannen aus der March zu keiner Reaktion mehr fähig waren, schoss Uster in der 31. Minute gleich zwei Tore – dieses Mal in der gleichen Minute und nicht Sekunde. Nun war die Luft komplett draussen. Der Frust stieg mit jeder Spielminute. In der 38. Minute war es mit Goalie und Schiedsrichter Eggler – es gehen bereits Gerüchte um, dass er nach dem baldigen Rücktritt Wagners, den Posten als höchster Schiri der IHS anstrebt – ausgerechnet der regeltechnisch bewandertste Spieler, welcher eine Strafe holte. Kurz darauf erhöhte Uster das Score zum Schlussstand auf 6:1. Für die restlichen Spielminuten schickte man noch Teamjüngling Pascal «Jäger» Fischli ins Tor. Dieser konnte tatsächlich noch mit einigen Paraden glänzen. Die Bad Boys Knobel und Margelisch fühlten sich bezüglich des angepeilten Titels als Strafenkönig für diese Saison von Torhüter Eggler bedroht, weshalb sie noch je ein bisschen die Sau rausliessen. Der lang ersehnte Klang der Schlusssirene erlöste uns Gepeinigte endlich und entliess uns zu Bier und Zigaretten.

 

 

 

Nicht einmal 24 Stunden später standen unsere Lieblingstuggner bereits wieder auf den Inline-Skates – so hart kann das Leben als Inlineprofi sein. Die Niederlage des Vortages schien gut verdaut oder bei einigen Spielern sogar komplett vergessen. Um gegen die Devils Hinwil die instabile Defensive zu stabilisieren gewährte man den beiden Familienvätern und für ihren Offensivdrang bekannten Verteidigern Meyer sowie Kistler ein wenig Auszeit vom Wickeltisch. Diese Veränderung des Kaders zeigte sogleich seine Wirkung – ein Gegentor nach 20 Sekunden. Weil sich Nachwuchsanwalt V. Pfister endlich von seinen nächtlichen Eskapaden am Freitag zuvor erholt hatte, hiess es nach nur einer Minute schon 1:1. Es war eine schöne Kombination, welche zum Tor führte – anscheinend hatte auch Torwart Eggler (an diesem Tag zweiter Torhüter) seinen Stock im Spiel und liess sich einen Assist gutschreiben. Ab diesem Punkt übernahm Tuggen das Spieldiktat. So packte der sonst für seine umsichtige und gemächliche Spielweise bekannte Ruoss in der fünften Minute seine Speedy Gonzales Beine aus, hängte Freund und Feind ab und schloss unwiderstehlich ins hohe Eck ab. Die Antwort der Tüfeli hatte es in sich. Anspiel, Puckeroberung, Angriff, Tor. Die mit reichlich Erfahrung ausgestatteten Märchler liessen sich trotz allem für einmal nicht aus der Ruhe bringen und dominierten den Gegner weiterhin. Bis zur Pause erhöhten die langsam aber sicher ergrauenden Kistler und Meyer sowie V. Pfister – welcher einen Hattrick komplettierte – auf 6:2.

 

Dem Resultat entsprechend locker war die Kabinenstimmung in der Pause. Bloss Fischli – der beteuerte, er sei fit wie ein Turnschuh – hatte vor lauter Atemnot einen roten Kopf. Nach der Erholungszeit – für manche (Torhüter) zu kurz – kontrollierte man das Spiel weiterhin. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff, steuerte G. Pfister den Treffer zum 7:2 bei. In der Folge verschaltete sich Tuggen. Anstatt einen Gang höher ging es zwei Gänge runter. Dies führte dazu, dass man Gegner und Puck nur noch hinterherlief und bis zur 40. Minute vier – Fischli konnte aufgrund von Atemnot leider nicht mehr an die hervorragende erste Halbzeit anknüpfen – Treffer hinnehmen musste. Mit nur noch einem mickrigen Tor in Front, sah sich die Führungsriege mit Matthias «Sickpack» Zehnder und Michael «Öpfelbuur» Heuberger zu einem Timeout inklusive Torhüterwechsel gezwungen. Die Parole für die restlichen zehn Minuten Spielzeit war klar: «Volle Isatz und kämpfe um jede Pögg». Gesagt, getan. Die aus der Starre erwachte Mannschaft verteidigte das Resultat mit allen Mitteln und brachte das Polster mühselig über die Zeit. So schloss die zweite Mannschaft das Wochenende doch noch einigermassen versöhnlich mit drei Punkten ab. Die Väterpower der Rückkehrer Meyer und Kistler sowie ein ausgenüchterter Pfister – an jedem Tor war mindestens einer von ihnen beteiligt – reichte heute für einen schlussendlich viel zu knappen Sieg über die Hinwiler Teufel.

 

 

 

Nach der wohlverdienten Osterpause stand ein Spiel gegen Thurgau auf dem Plan. Um mehr über die geheimen Taktiken der Ostschweizer mit dem komischen Dialekt zu erfahren, heiratete Michael «Obercoach» Heuberger letztes Jahr sogar extra eine Dame aus der Region und setzt seit kurzem seine Spionagemission vor Ort um. Um für mehr Wucht und Durchschlagskraft im Tuggner Spiel zu sorgen legten die meisten Spieler über Ostern an Gewicht zu. Selbst am Mittag vor dem Spiel versammelte man sich in der Casa Pfister, um sich beim gemeinsamen Spaghetti(fr)essen die letzten zusätzlichen Kilos anzueignen. Mit Töggelen und NHL-Gamen bereitete sich die Mannschaft optimal auf den wichtigen Ernstkampf vor. Aufgrund des neuen Gewichts musste jeder mit dem eigenen Auto fahren – der Führerschein B erlaubt eine maximale Ladung von 3.5 Tonnen. #climatechange!

 

Bis zur Pause konnte man dank einem Doppelpack von Peter (langsam, aber sicher hat er die Finalniederlage Zugs überwunden) sowie je einem Tor von Zehnder und Pfister vier Treffer erzielen, bekam jedoch genauso viele in den eigenen Kasten geschossen. In einem ausgeglichenen Spiel war man viel zu passiv und bewegte sich zu schwerfällig. In der zweiten Hälfte wollte man dies besser machen. Es dauerte keine Minute und die Scheibe lag im Tor. Leider auf der falschen Seite. Der Rückstand motivierte die Spieler zumindest das Spieldiktat in die eigenen Hände zu nehmen. In den nächsten 12 Minuten schnürte man den Gegner in der eigenen Hälfte ein und setzte den Thurgauer Torhüter unter Dauerbeschuss. Doch dieser hielt seine Mannen mirakulös im Spiel. Sieben Minuten vor Schluss hatte Marc «Grummelbär» Meyer dann vollends genug und hämmerte den Puck mit einem Gewaltschuss ins «Zäni». Was der kann, können wir schon lange, dachten sich Badboy Knobel – welcher weiter an seinen Strafminuten arbeitet – sowie Heuberger und packten ebenfalls ihre besten Schlagschüsse aus. Die Spaghetti-Power schien aktiviert. Matthias «Oldie» Peter – anscheinend bereits in seinen Dreissigern – düpierte den nun angeknacksten Torhüter ebenfalls (Hattrick!!!) und This Zehnder vollendete eine schöne Kombination mit Michael «Tollwut» Margelisch zum 9:5. In fünf Minuten kehrte Tuggen das Spiel mit ebenso vielen Toren. Den Ehrentreffer kurz vor Schluss nahm Torhüter Eggler gar locker und nutzte die Gelegenheit sogar für ein bisschen fröhlichen Smalltalk mit dem gegnerischen Torschützen. Aus diesem Spiel nehmen wir mit, dass man auch im zarten Alter von Mitte 30 noch einen Hattrick erzielen kann (Peter) und dass drei grosse Teller Spaghetti vor einem Spiel vielleicht ein wenig zu viel des Guten sind. Unterdessen grüsst die zweite Mannschaft mit nur einer Niederlage von Tabellenplatz zwei.

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