Tuggen II - Die Kurve gekriegt

12.04.2019

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Letzte Saison erreichte man nach einer erfolgreichen Qualifikation die Playoff Halbfinals, in denen man gegen Wil aufgrund nur eines mickrigen Tores ausschied. Diese Saison soll es zu noch mehr reichen. Die Herren aus der zweiten Mannschaft Tuggens peilen den Aufstieg an. Um die Chancen, das gesteckte Ziel zu erreichen, zu erhöhen, verstärkte man sich mit einigen Spieler aus NLA und NLB. So ergänzen nun David «Sausiech» Knobel und Vasco «Consigliere» Pfister sowie dessen Bruder Gian Andro «das Gesäss» Pfister das bereits mit Stars gespickte Kader. Ob diese Verstärkung die lustige Truppe um Coach Michael «Thurgouer» Heuberger tatsächlich auch besser macht, wird sich zeigen. Schwer wiegt auf jeden Fall der Abgang von Superskorer und oberstem Sturmtank der Nation Simon «Flügelflitzer» Walser.

 

Bereits die Vorbereitung war geprägt von einer fast schon euphorischen Motivation. Die Trainings konnten durchschnittlich mit über 2 Blöcken abgehalten werden – Woche für Woche hiess es: «Wart nur, das änderet denn schono». Die gut besuchten Trainings überraschen auch, da Organisation und Inhalte jeweils eher spontan entschieden werden. Um neben hockeytechnischen Fähigkeiten wie Bullys und Faustkämpfen auch das räumliche Denken sowie Vorstellungsvermögen zu trainieren, wird bei der Erklärung der höchst komplexen Übungen sogar auf das Aufzeichnen an der Tafel verzichtet – wahrscheinlich zurückzuführen auf die Montessori-Vergangenheit der meisten Spieler im Coachingstaff. «Spielerisches Lernä nennt mer so öpis, ich han i de Primar scho am beste bim Quartett spiele glernt», hörte man Juniorenobmann und Inhaber der Thisli-Hockeyschule Matthias Zehnder kürzlich stolz herausposaunen. Ernsthaft, besorgt endlich einen verdammten Filzstift. Glücklicherweise gibt es noch erfahrene Spieler wie Verteidiger (mit starkem Offensivdrang) Mäni Kistler, welcher immer wieder darauf aufmerksam machte, dass eine grundsätzliche Taktik vielleicht doch nützlich wäre. Eine Lehre, welche er aus seiner Zeit bei der Mannschaft aus der March-Höfe, die sich nach Himmelskörpern benennt, gezogen hat. So hielt Pfister – man hielt ihn aufgrund seiner NLA-Erfahrung und den meisten Trainings unter Friedli für am geeignetsten – eine kleine Taktikschulung (ohne Filzstift, ratet mal wo er zur Schule ging) ab.

 

Endlich ward er gekommen. Der Tag des ersten Saisonspiels. Mit den Gästen aus Uster – selbst sehen sie sich als gefährliche Hornissen – gab es bisher kein Zusammentreffen und so wusste man nicht was Tuggen erwartet. Als unsere Mannen hörten, dass es sich nicht um den Absteiger aus der 2. Liga, sondern einem Team aus der 3. Liga Nord handelt, welches neu unserer Region angehört, dachten die ersten bereits an ein leichtes Spiel. Als der gegnerische Schlachtruf dann noch stark an das aktuelle Schwyzergoofe Lied aus der Coop Fernsehwerbung erinnerte – ihr wisst schon: «Sum di sum di sum sum sum, Biendli chum sum um mi um…» - rechnete ein Grossteil mit einem ungefährdeten Startsieg.

 

Glücklicherweise ist die Welt noch einigermassen fair und solch hochmütige Gedanken werden normalerweise bestraft. So startete Das Heimteam auch nur mässig in das Spiel und lag nach fünf Minuten mit 0:1 im Hintertreffen. Trotz grossem Engagement blieben gefährliche Tuggner Chancen Mangelware. Nach einer schönen Kombination des neuformierten Zehnder Sturmduos, bestehend aus Michael und Matthias Zehnder – der sich neuerdings, entgegen den meisten Mitspielern, um seine Fitness kümmert und mit seinem Sixpack bereits dem Meysis Konkurrenz macht – glich man in der zehnten Minute doch noch aus. Obwohl die Chancen langsam besser wurden und man den lästigen Insekten aus Uster (nicht böse gemeint, eher als Kompliment für die Hartnäckigkeit und defensive Stabilität) immer weniger Spielanteile gewähren musste, kassierte der bis dahin souveräne Stammtorhüter und baldiger Vater eines schweizerisch-chinesischen Kindes – seine Art der Vorbereitung auf die neue Seidenstrasse und baldige Invasion der Mitmenschen aus dem fernen Osten – Eggler ein Tor der Marke vermeidbar. Mit einem von seiner Frau gelernten Karateschlag versuchte er einen flatterhaften Weitschuss abzublocken. Leider unterschätzte er die Schnelligkeit seines eigenen Schlages und lenkte den Puck unglücklich ins eigene Tor. Sogleich begann es innerhalb des Teams zu brodeln und es waren erste missmutige Stimmen zu hören – eine bekannte Tuggner Krankheit. Weil es bis zur Pause keine nennenswerten Szenen mehr gab, ging man mit einem 1:2 Rückstand in die Pause.

 

In der Kabine besann man sich wieder auf die eigenen Stärken – damit ist nicht rauchen und saufen gemeint – wie den Teamzusammenhalt, ein gepflegte Spiel sowie unsere Beinmuskulatur. In der zweiten Halbzeit wollten wir unsere läuferische Überlegenheit ausnutzen und die Zürcher nicht mehr ins Spiel kommen lassen. Dies führte nach Anpfiff sogleich zu einer Strafe gegen Uster. Das Verdikt lautete Beinstellen. Es bleibt unklar, ob Schiedsrichter und ehemaliger Tuggner Siegenthaler seinem alten Teamkollegen G. Pfister bloss einen Gefallen tun wollte, damit sich dieser mit seinen limitierten läuferischen Skills nicht bei seinen neuen Gefährten blamiert. Das intensive Powerplaytraining in der Pre-Season (1x fünf Minuten) scheint sich gelohnt zu haben. Es dauerte nur eine Minute bis Silvan Suter die Scheibe im Schloss der Bienenkönigin unterbringen konnte. Obwohl ihn sein Umzug raus aus dem Vordertal und rein in die Zivilisation nach Wangen, wo er am Stammtisch in der Krone als «dr Einzig» bezeichnet wird, stark beschäftigte und vom Training abhielt, behielt er vor dem Tor wie gewohnt die Nerven. Doch nicht nur Suter selbst macht der Umzug zu schaffen, auch die Gemeinschaft des RST ist besorgt. So besteht die Gefahr, dass «Sisu» die Sportart Richtung Golf wechselt, da er bei seinem Einzug in die Überbauung «im Green» einen Golfset erhielt. Dieses Tor gab den Märchlern Auftrieb. Innerhalb von drei Minuten erzielten der formstarke Margelisch mit einem Doppelpack sowie der gewichtsmässig schwerere der Pfisterbrüder drei Tore. Mit dieser Führung im Rücken spielte sich Tuggen in der Folge in einen Rausch. In der 36. Minute gab es in Unterzahl – Knobel hatte sich nicht unter Kontrolle (der letzte Platz GCs macht ihm schwer zu schaffen) – noch einen kleinen Betriebsunfall, bei dem Uster zum 5:3 verkürzen konnte. Die Antwort der Gastgeber konnte sich sehen lassen. Vier Tore in den folgenden sieben Minuten. Zuerst bewies Geniesser des Studentenlebens V. Pfister grossartige Übersicht und schickte seinen Bruder allein Richtung gegnerisches Tor. Danach erwischte Liebhaber heftiger Rockmusik und Exil-Flumser Marc «Grummelbär» Meyer den Uster Torhüter aus ca. 500 Metern Entfernung mit einem wunderschönen Weitschuss. Bei einem anderen Spieler scheinen die vielen Besuche der Trainings bei der NLA-Mannschaft genützt zu haben. Duracell-Häschen Michael «Margi» Margelisch vergoldete seine starke Leistung und vervollständigte einen Hattrick. Aufgrund massenweiser Hüte, die in der Folge auf das Feld flogen, musste das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden. Den Schlusspunkt zum 9:3 setzte Matthias Peter mit einem Tor von hinter der gegnerischen Grundlinie – erst dort kam ihm in den Sinn, dass er ja auf das Tor schiessen muss, um ein Goal zu erzielen. Um keine Kiste Bier bezahlen zu müssen, verzichtete Suter in der Folge sogar darauf, einen seiner Hochkaräter zu verwerten.

 

Mit dem Schlusspfiff brachen bei Tuggen alle Dämme und der erfolgreiche Saisonstart wurde gemeinsam mit Vertretern aus der ersten und dritten Mannschaft zu wummernden Bässen von Hits wie «Pizzirico» ausgiebig mit Bier und Zigaretten gefeiert. Das Leben ist für die Mannen der zweiten Mannschaft in Ordnung und man freut sich auf die kommende Doppelrunde dieses Wochenende. Es stehen bereits das Rückspiel gegen die Uster Hornissen sowie ein Heimspiel gegen die Devils aus Hinwil an. Bleibt zu hoffen, dass an die Leistung der zweiten Halbzeit angeknüpft werden kann.

Tuggen I - Sieg im Rückspiel

Vergangen Samstag trafen die Tuggner, wie schon letzte Woche, auf Rüschlikon. Einen direkten Verfolger um einen Playoffplatz. Als Gast in Weinfelden galt es mit einem Sieg, den knappen Vorsprung in der Tabelle von drei auf sechs Punkte auszubauen.

Tuggen III - On Fire

Am späten Sonntagabend empfing man die Zürichsee Waves in der gutgefüllten Arena in Kaltbrunn – Danke an das Team II von Tuggen.

Tuggen I - Aergerliche Niederlage

Die Situation vor dem Spiel gegen Rüschlikon zeigte sich positiv. Mit zwei Siegen aus dem letzten Wochenende eroberte Tuggen Tabellenplatz vier, welcher für die Playoffs qualifiziert, zurück.

Tuggen III - Lauft bei uns Fettis

Wie der Titel bereits zu verraten lässt, wurde das Spiel vom Samstag gegen Bachs gewonnen. Dass das ganze Team in der Garderobe bereits ein bisschen das „hodeflattere“ hatte, liegt wohl daran, dass das Game mit Daniel <<Bachelor>> Bischof bestritten werden musste/durfte.

Tuggen I - Erfolgreiches Wochenende

Vergangenes Wochenende standen für den RS Tuggen gleich zwei Spiele auf dem Programm. Am Samstag traf man auf die Eagles aus Will und am Sonntag fand das Derby gegen Linth statt.